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Forschungsschwerpunkt 4:
Macht, Normen und Governance in den internationalen Beziehungen
Der Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich mit der Frage, wie der Charakter der internationalen Beziehungen in den letzten Jahrzehnten durch verschiedene Aspekte des Globalisierungsprozesses beeinflusst worden ist. Dabei wird eine dezidiert multidimensionale und transdisziplinäre Ausrichtung verfolgt. Mit dem raschen Anwachsen vielfältiger Formen grenzüberschreitender Aktivitäten haben sich gesellschaftliche Probleme verstärkt, die jenseits der Steuerungsfähigkeit von Nationalstaaten liegen. Gleichzeitig werden von Wissenschaft und Medien demografische und ökonomische Gewichtsverschiebungen zwischen etablierten und aufstrebenden Mächten zunehmend thematisiert. Die beiden Forschungsteams des FSP 4 arbeiten zu den zwei zentralen Trends dieser Entwicklung: FT 1 „Macht, Führung und regionale Ordnung“ widmet sich der Analyse so genannter (Neuer) Regionaler Führungsmächte wie Brasilien, China, Indien und Südafrika. FT 2 „Global Governance und Normbildung“ analysiert Multiakteurskonstellation, Muster der Global Governance und der trans- und internationalen Normbildung. Mehr...
Aktuelles und Highlights
- Start der Hamburg International Graduate School for the Study of Regional Powers am 1. April 2010 mit zunächst 12 Doktorandinnen und Doktoranden. (Website)
- Feierliche Eröffnung der Graduate School am 27. April 2010, 17-20 Uhr, GIGA, R. 519; Vorträge u.a. von Prof. Andrew Hurrell (University of Oxford), Prof. Karoline Postel-Vinay (Sciences Po, CERI Paris) und Cornelia Pieper (Staatsministerin im Auswärtigen Amt)
- Projekt: Contested Leadership in International Relations - Power Politics in South America, South Asia and sub-Saharan Africa, Volkswagenstiftung, Schumpeterinitiative (2011-2015)
Im Folgenden werden die zentralen Themen und Fragen der Forschung in den jeweiligen Teams kurz skizziert:
Forschungsteams
1. Macht, Führung und regionale Ordnung
- Welche demografischen und ökonomischen Gewichtsverschiebungen zwischen etablierten und aufstrebenden Mächten lassen sich identifizieren?
- Welche Rolle kommt aufstrebenden Staaten wie China, Indien, Brasilien und Südafrika in den intraregionalen und internationalen Beziehungen zu?
- In welchem Zusammenhang stehen materielle Macht und politische Führung?
- Wie lassen sich die Kernbegriffe des FT – Region, Macht und Führung – konzeptuell erfassen und methodisch umsetzen?
2. Sektorale Global Governance und Normbildung
- Wie lassen sich Multiakteursstrukturen und Normbildungsprozesse im transnationalen und internationalen Raum am besten analysieren?
- Wie lassen sich die Kernbegriffe „Global Governance“ analytisch und methodisch fassen?
- Worin bestehen die größten Herausforderungen im weiten Feld der Global Governance?
Ausgewählte Publikationen:
Destradi, Sandra (2010): Regional Powers and Their Strategies: Empire, Hegemony, and Leadership, in: Review of International Studies (RIS).
Flemes, Daniel. (2009): Brazilian Foreign Policy in the Changing World Order, in: South African Journal of International Affairs, 16, 2: 161-182.
Flemes, Daniel (ed., 2010): Regional Leadership in the Global System: Ideas, Interests and Strategies of Regional Powers, Aldershot: Ashgate.
Nabers, Dirk (2010): Punishment and Global Order, in: International Studies Review, 12/1, S. 110-115.
Nabers, Dirk (2010): Power, leadership and hegemony in international politics: The Case of East Asia, in: Review of International Studies (RIS).
Nabers, Dirk (2008): China, Japan and the Quest for Leadership in East Asia. Hamburg: GIGA Working Paper No 67 (Abstract & Volltext).
Nolte, Detlef (2010): How to Compare Regional Powers: Analytical Concepts and Research Topics, in: Review of International Studies (RIS).
Prys, Miriam (2009): Regional Hegemon or Regional Bystander: South Africa’s Zimbabwe Policy 2000-2005, in: Politikon – South African Journal for Political Studies, 36 (2).
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